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Weihnachten mit einer psychischen Erkrankung

Alle Jahre wieder….Das Fest der Liebe und Familie. Dem heimeligen Gefühl….Für mich ein absoluter Ausnahmezustand. Nicht für jeden ist es das Fest der Freude. Wie soll dies funktionieren, wenn man innerlich leer ist?

Schon vier Wochen vorher wurde von den Eltern das Festmahl geplant, wann kommt ihr denn?

Kirchgang, Essen, Bescherung. Der feste Plan. Seit Jahren.

Wäre nicht die Frage, möchtest Du kommen, eher angebracht? Was hast Du geplant?

Nein, man gibt auch keine Widerworte. Tut man ja nicht, so wurde man erzogen. Weihnachten ist man mit der Familie zusammen. Punkt, aus. Und da sind sie wieder, die alten Muster, in die man doch eigentlich nicht mehr reinwollte.

Viele Jahre habe ich mitgezogen, auch wenn die Stimmung dann doch irgendwann eskaliert. Die Mutter in perfekter Harmonie und dem Vater ist alles egal.

Dieses zusammenglucken engt mich ein, nimmt mir die Luft zu atmen. Nähe ist in diesen Momenten nicht auszuhalten,

Das Fest der Zusammenkunft war und ist für mich eher das Fest der inneren Einsamkeit und Enge. Was will ich? Was ist mir wichtig? Ich will vor allem meine Ruhe. Die Depression fährt gerade an solchen Feiertagen zur Hochform auf. Geforderte Weihnachtsfreude, fettes Essen, Stress beim Geschenkekauf. Ein geeigneter Rückzugsort und mein persönlicher Freiraum fehlt und dies ist genau das wichtige an solchen Tagen.

Nimm Dir Auszeiten, mache einen großen Spaziergang. Meditiere und gönne Dir die Ruhe.

DU bist wichtig. Kein anderer. Spreche mit Deinen Angehörigen offen darüber, was DEINE Wünsche sind, damit es Dir gut geht. Scheue nicht davor offen und ehrlich zu sein.

Den heiligen Abend verbringe ich dieses Jahr mit Mann und Kind gemütlich zu Hause. Ein kleines Abendessen und die Bescherung für Sohnemann.

Die andere Seite ist, wenn ein Depressiver Mensch allein ist an den Feiertagen. Die Einsamkeit quält, während das Bild der glücklichen Gemeinschaft an den Weihnachtstagen überall präsent ist.

 

 

Sei achtsam und liebevoll zu Dir.

Setze Grenzen. DEINE Grenzen. Schreibe Dir selbst einen Wunschzettel. Hells Bells von ACDC statt Oh Du fröhliche, Nutellabrot statt Festtagsbraten. Jogginganzug statt festlicher Kleidung…..

Du bist wichtig. Es ist egal, was die anderen denken. Gerade jetzt. Was gewinnt man? Innere Stärke, für sich selbst eingestanden zu haben, stolz auf sich selbst, positive Emotionen, Ruhe und Ausgeglichenheit. Ich denke, das ist es wert…..

von Sabine


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