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Betreff: Wie ich ein Cyborg wurde, um meine Depressionen zu besiegen

Ich bin ein Cyborg...

 

Ja, ein Mischwesen aus Mensch und Maschine. Meine Maschine besteht aus 2 feinen Drähten, die ins Gehirn dringen und dort kontinuierlich Strom abgeben und einem Computer unter meinem Schlüsselbein, der diese Entladungen dirigiert.

 

Seit 1 Jahr bin ich nun ein Cyborg und meine Depressionen sind weitestgehend verschwunden.

 

Sie haben mich seit meiner Kindheit begleitet, zuerst schleichend, als Phasen von Unlust, Traurigkeit, dann heftiger in der Pubertät mit Weinkrämpfen und Schlafattacken…

 

Die Episoden wurden immer heftiger und häufiger.

 

Mit Mitte 20 erkannte ich, dass etwas nicht mit mir stimmte und suchte mir Hilfe.

 

Da war es schon fast zu spät, denn wenige Monate später unternahm ich einen Suizidversuch, den ich glücklicherweise überlebte.

 

In den folgenden Jahren tat ich alles erdenkliche, um meine Depressionen zu besiegen:

Ich saß stundenlang in Therapie, schluckte unzählige Medikamente (über 18! verschiedene) und erließ Elektroschocks über mich ergehen.

Nichts half zu richtig.

 

Bis mir meine Ärztin empfahl, doch zum Cyborg zu werden.

Die tiefe Hirnstimulation, wie das Verfahren heißt, ist bei Parkinson schon längst Routine, bei Depressionen aber noch im Forschungsstadium.

 

Ich begab mich also nach Freiburg und ließ mir da, so ein Gerät implantieren.

 

Seitdem ging es schrittweise bergauf. Glücklicherweise.

 

Ich bin nicht geheilt, aber mir geht es nun deutlich besser.

Ob ich nochmal ein Cyborg werden würde. Auf jeden Fall!

 

Alexander Liedtke


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